Kognitive Störungen: Symptome, Ursachen und Anzeichen

Was sind kognitive Störungen?

Ältere Frau hält nachdenklich Terminkalender und Stift in der Hand

Personen mit kognitiven Störungen haben Probleme, sich zu konzentrieren und zu erinnern.

Unter dem Sammelbegriff »kognitive Störungen« werden Beeinträchtigungen der äußeren und inneren Informationsverarbeitung im Gehirn zusammengefasst. Das Wort Kognition leitet sich vom Lateinischen »cognoscere« ab, was »erkennen«, »erfahren« oder »bemerken« bedeutet.

Zu den kognitiven Funktionen gehören unter anderem Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Handlungsplanung, Urteilsfähigkeit, Problemlösung und Kommunikation. Man kann daher auch sagen, dass bei einer kognitiven Störung »das Denken« als solches gestört ist. Kognitive Störungen beeinflussen Alltagsaktivitäten, berufliche Leistungsfähigkeit und beeinträchtigen die Lebensqualität.

Die Ursachen und Anzeichen von kognitiven Störungen können stark variieren

Zu den psychischen Störungen, bei denen überwiegend die Kognition betroffen ist, zählen die Demenz und die Schizophrenie. Kognitive Störungen können außerdem nach einem Schlaganfall oder durch andere hirnorganische Schädigungen auftreten. Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson, Infektionen mit HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) oder Borreliose können ebenfalls zu kognitiven Störungen führen, ebenso Alkohol oder Drogenmissbrauch.

In seltenen Fällen kommt es im Rahmen von affektiven Störungen, zu Beeinträchtigungen der Kognition, beispielsweise bei der Manie, wenn die Betroffenen ihre Möglichkeiten vollkommen überschätzen oder im Rahmen von Depressionen. Die häufigsten kognitiven Beeinträchtigungen, die bei depressiven Patienten auftreten, sind Störungen der Konzentration, der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses.