Manche Autoren sprechen bei der Weglauftendenz auch von  »Hinlauftendenz«.

Denn die Demenzkranken verfolgen dabei ein vermeintliches Ziel, zum Beispiel wollen sie zur Arbeit gehen oder die Kinder von der Schule abholen.

Aufgrund ihrer Orientierungslosigkeit finden sie sich meist im Straßenverkehr nicht zurecht und verlaufen sich.

Für die Angehörigen bedeutet das eine ständige Sorge und Belastung.

So kann sich Agitiertheit bei Demenzkranken zeigen


Nicht nur die räumliche, auch die zeitliche Orientierung fehlt. Nachts verlangen die Betroffenen ihr Frühstück und tagsüber wollen sie in ihr Bett. Agitierte Demenzkranke sind dauernd in Bewegung.

Sie nesteln ständig an ihrer Kleidung, spielen mit dem Essbesteck oder anderen Gegenständen. Mitunter reagieren die Betroffenen gereizt oder aggressiv, was sich durch Schreien, wildes Gestikulieren oder Wegdrängen von anderen Menschen bemerkbar machen kann.

Auch Schmerzen können Agitiertheit auslösen


Agitiertheit und Aggressivität können bei dementen Personen auch auf Schmerzen hindeuten. Die Betroffenen sind nicht in der Lage, sich aufgrund ihrer Erkrankung anders zu äußern, dass ihnen etwas weh tut.

Es ist daher sinnvoll, zunächst immer zu prüfen, ob Schmerzen als Ursachen für das Auftreten der Agitiertheit in Frage kommen können. In diesen Fällen hilft den Patienten eine Schmerztherapie gegen die Agitiertheit.
Mehr zu den Behandlungsmöglichkeiten der Agitation lesen sie hier

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