Welches agitierte Verhalten kann bei ADHS beobachtet werden?

Ein Schulmädchen mit ADHS gestikuliert wild und laut schreiend mit Buntstiften in den Händen.

Kinder mit ADHS fallen meist in der Schule als »Zappelphilippe« auf, weil sie nicht still sitzen können und lautstark den Unterricht stören.

Die ausgeprägte psychomotorische Unruhe bei der sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist eine der häufigsten psychiatrischen Störungen im Kindesalter. Meistens fallen Kinder mit ADHS in der Schule auf, weil sie den Unterricht stören, ständig herumzappeln, herumlaufen und lärmen.

Die Kinder sind unaufmerksam und können sich nicht lange auf eine Sache konzentrieren. Manche Betroffenen weinen wegen Kleinigkeiten oder bekommen einen Wutanfall, wenn ihre Wünsche nicht erfüllt werden. Beim Spielen mit anderen gibt es schnell Spannung und Streit wegen ihres ruppigen und sprunghaften Verhaltens. Aufgrund ihrer gesteigerten Impulsivität kann die Stimmung plötzlich umschlagen, sodass es zu aggressivem und unüberlegtem Handeln kommt, bei denen sich die Kinder oft auch verletzen.

Auch Erwachsene können an Agitiertheit aufgrund von ADHS leiden

Bei Erwachsenen ist ADHS seltener und das Krankheitsbild deutlich schwerer zu erkennen. Die meisten Erwachsenen mit ADHS leiden an einer Kombination aus Unaufmerksamkeit, Impulsivität und starker innere Unruhe. Ähnlich wie die Kinder, haben die Betroffenen Probleme mit längeren Tätigkeiten im Sitzen.

Hinzu kommen häufig Einschlafstörungen und ausgeprägte Stimmungsschwankungen. Die meisten haben große Probleme, ihre Gefühle zu kontrollieren. Reizbarkeit und häufige Wutausbrüche sind die Folge. Auch neigen viele zu riskantem und gefährlichem Verhalten im Straßenverkehr.